Lob für Initiative „Pro Polizei“ im Wittlager Land

Keine Sicherheit zum Nulltarif

Die CDU-Landtagsabgeordnete Gerda Hövel hat sich für eine Stärkung der Polizei ausgesprochen. Sicherheit gebe es nicht zum Nulltarif.

Vor diesem Hintergrund begrüßt sie ausdrücklich den ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinitiative „Pro Polizei“ im Wittlager Land. „Dieses Engagement ist unerlässlich, um die
 notwendige Polizeipräsenz im ländlichen Raum zu stärken und auszubauen“, so Hövel und verweist auf den Erfolg vor einigen Wochen: „Durch politischen Druck ist es gelungen, die Schließung der Polizeistation in Hilter zu verhindern.“

Einbruchszahl steigt rasant

Für das Jahr 2016 verzeichnete die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für Niedersachsen 13405 Einbrüche und damit eine ähnlich hohe Zahl wie schon im Jahr zuvor. Besonders von 2014 auf 2015 stieg die Einbruchszahl rasant um 13 Prozent an.

Der entgegengesetzte Trend sei hingegen bei der Aufklärungsarbeit festzustellen, denn die Aufklärungsquote bei Einbrüchen sank von 24 Prozent im Jahr 2014 auf 21 Prozent im Jahr 2016. „Die meisten Täter kommen ungestraft davon. Das kann sich ein Rechtsstaat einfach nicht leisten“, so Hövel.

Neueinstellung von Polizisten

Deshalb sei neben der Neueinstellung von Polizisten auch die personelle Ausstattung der Staatsanwaltschaft und Justiz zu verbessern, wirbt Hövel für die Vorschläge der CDU-Fraktion. „Auch der Einsatz von Technik, die anhand von Verknüpfungen verschiedenster Daten Einbruchsmuster erkennt und vorhersagt, würde ihren Beitrag zur Verhinderung von Einbrüchen leisten“, so Hövel und fordert die Nutzung von „predictive policing“ in Niedersachsen. Auch ein Landesförderprogramm, das den baulichen Einbruchsschutz unterstützt, wäre laut Hövel denkbar.

„Es gibt demnach eine ganze Menge an Maßnahmen, mit denen die Landesregierung des Problems Herr werden könnte, jedoch bleibt sie nach wie vor untätig“, beklagt Hövel.

Erhebliche Beeinträchtigung

Schlimmer noch als die Einbrüche und Einbruchsversuche seien aber oft die psychischen Folgen dieser Taten für die Opfer. Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen führen Einbrüche zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Rund 10 Prozent der Opfer ziehen nach einem Einbruch um, weitere 15 Prozent haben einen Wohnortswechsel zumindest in Betracht gezogen. „Der Staat muss seine Bürger vor Einbrüchen schützen, sonst verfehlt er eine seiner grundlegendsten Aufgaben“, so Hövel.

 

 

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