Presse
13.04.2017, 21:24 Uhr | NOZ-Artikel
Ablehnung bekräftigt: Initiative „Stoppt B 65“ beim Minister in Hannover
pm/as Bad Essen. Durch zahlreiche Einladungen von Abgeordneten auf Landes- und auf Bundesebene hat die Bürgerinitiative „Stoppt B 65 neu“ Erfahrungen im Austausch mit Politikern sammeln können. Jetzt stand ein Besuch bei Minister Olaf Lies in Hannover auf der Agenda.

Die Mitglieder der Initiative wurden nun nach Hannover eingeladen, um mit Olaf Lies, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, über ihre Bedenken gegenüber dem geplanten Neubau der bestehenden B 65 im Raum Bad Essen zu sprechen.

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 steht die Planung unter der Kategorie „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“. Dies bedeutet, dass ab 2022 mit ersten Planungen begonnen werden kann. Neben Minister Olaf Lies trafen drei Mitglieder der BI beim lockeren Gespräch auch auf die Landtagsabgeordneten Gabriela König, Gerda Hövel und Frank Henning, die bereits zuvor in der gleichen Sache nach Bad Essen eingeladen worden waren.

Minister Lies zeigte sich für die Darstellung der wesentlichen Bedenken der BI gegen einen vollständigen Neubau der B 65 im Raum Bad Essen äußerst aufgeschlossen. Hier rückte das Thema „Ausbau vor Neubau“ in den Fokus. Damit ist unter anderem die Möglichkeit eines teilweisen dreistreifigen Ausbaus der vorhandenen Trasse mit wechselseitiger Überholmöglichkeit in beiden Richtungen gemeint. Volker Schulte von der BI veranschaulichte mit detallierten Analysen der bekannten Verkehrszählungen, dass der weit überwiegende Quell- und Zielverkehr aus Bad Essen stammt beziehungsweise dort verbleibt und auch bei einem Neubau der B 65 auf der alten Trasse verbleiben würde.

Die touristische Attraktivität der Gemeinde Bad Essen auch im Rahmen der CittaSlow- Anerkennung stehe mit einer Trassenplanung wie im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) auf dem Spiel, so Schulte. Die Folge einer solchen Planung wären „Verlärmung und Zerschneidung eines wertvollen Naturraums“ mit einer großen Artenvielfalt. Zudem betonte der Sprecher, dass dieses Projekt auch vom Umweltbundesamt zur Streichung aufgelistet worden war.

Minister Lies zeigte sich offen, über alternative Lösungen nachzudenken und zu diskutieren. Man sei immer offen für kluge Vorschläge, auch hinsichtlich der Möglichkeit, Geld zu sparen. Im Anschluss an das etwa 30-minütige Gespräch bekräftigte Lies seine Ablehnung gegen die jetzige Linienführung und führte aus, dass auch er Probleme sehe, die im BVWP entwickelte Trassenführung umzusetzen. Auch er würde sich eher für eine lokale, kleinräumige Lösung für Wehrendorf aussprechen. Dies, so wurde betont, könnte auch durchaus Thema für die am 4. August angesetzte Planungswerkstatt sein.

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