Fördergeld vom Freistaat Sachsen für Homann-Werke?

Hövel schreibt an Minister Lies: „Ich fordere Sie auf, sich für den Erhalt dieser Arbeitsplätzein Dissen und Bad Essen stark zu machen!“

Die Schockwellen der angekündigten Schließung der Homann-Werke in Dissen und Bad Essen sind auf allen politischen Ebenen zu spüren und reichen bis hinauf zur Landesebene. Denn die Umsiedlung der Produktionsstätten ins sächsische Leppersdorf soll angeblich von der sächsischen Landesregierung mit einem Betrag in Höhe von 25 Millionen Euro gefördert worden sein. „Sollte sich dies bewahrheiten, sehe ich hier einen Fall von Wettbewerbsverzerrung“, sagt die CDU-Landtagsabgeordnete Gerda Hövel und fordert den Niedersächsischen Wirtschaftsminister Lies zum Handeln auf.

In einem Schreiben an den Wirtschaftsminister Lies fordert Hövel das Regierungsmitglied auf, über mögliche Förderungen seitens des Landes Niedersachsen nachzudenken: „Ich fordere Sie auf, sich für den Erhalt dieser Arbeitsplätze in Dissen und Bad Essen stark zu machen und alle Möglichkeiten zu ergreifen, die Standorte zu erhalten!“ Hövel will deshalb einen Gesprächstermin bei Minister Lies initiieren, um alle Möglichkeiten auszuloten.

„Ohne Frage ist die Entscheidung ein schwerer Schlag für Dissen, Bad Essen und die gesamte Region“, kommentierte Hövel die Entscheidung des Müller-Konzerns, die Produktionsstätten aus Bad Essen und Dissen abzuziehen. „Jetzt müssen alle politischen Akteure im Landkreis Osnabrück zusammenarbeiten, um die Schließung doch noch zu verhindern“, gab sich die CDU-Politikerin kämpferisch.

Es gelte nun, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter die Arme zu greifen. „Das Angebot an alle Mitarbeiter Homanns, an den Standort Leppersdof zu wechseln, ist zwar gut gemeint. Es ist aber klar, dass dies für viele Menschen nicht in Betracht kommt. Schließlich sind sie im Osnabrücker Land verwurzelt“, so Hövel.

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