CDU-Abgeordneter André Berghegger holt den Wahlkreis

 Melle. Melle schickt wieder einen Abgeordneten nach Berlin: Mit 48,2 Prozent holt André Berghegger erneut den Wahlkreis 38 und sorgt für ein hervorragendes Ergebnis für die CDU.

 „Was für ein wunderbares Gefühl. Ich sehe dieses Ergebnis als Bestätigung meiner Arbeit, aber insbesondere als Bestätigung einer hervorragenden Gemeinschaftsleistung“, ruft der Wahlsieger um kurz nach 20 Uhr seinen Parteifreunden in der Alten Stadthalle entgegen.

Dort nimmt der wiedergewählte CDU-Abgeordnete zunächst die Glückwünsche der Ortsverbandvorsitzenden Gerda Hövel entgegen; Günter Harmeyer aus Bad Essen und CDU-Kreisvorsitzender Christian Calderone schließen sich an. Hinzu gesellt sich die Meller CDU-Prominenz.

Freude über Ergebnis

Berghegger freut sich über das traumhafte Ergebnis der CDU, gleichwohl wurmt das gute Abschneiden der AfD. Dennoch zeigt sich der Wiedergewählte gelöst, erfreut, kämpferisch: „Wir haben geliefert und ein tolles Resultat erzielt, dies ist ein Tag der Freude und des Jubels“, ruft Berghegger in die Menge, begleitet von rhythmischem Applaus. Insbesondere bedankt sich der 45-Jährige bei seinem Team: Ohne deren Einsatz wäre diese tolle Leistung nicht möglich.

Enttäuschte Gesichter bei den Sozialdemokraten. Wenige haben sich in der SPD-Zentrale in der Mühlenstraße eingefunden, hauptsächlich Jusos sind da. Das eigene Abschneiden schmerzt, der Erfolg der AfD schockiert. „Bei dem Wahlkampf hätte Schulz sicherlich einige Prozent mehr verdient gehabt“, sagt eine.

Auch der sozialdemokratische Kandidat für den Bundestag, Rainer Spiering, klingt nicht eben fröhlich, als die Zeitung anruft. Die Kreis-SPD immerhin sei stabil geblieben (5 Prozent über dem Bund), sein eigenes Ergebnis, das sogar acht Prozent vor dem der Partei lliegt, stuft er als „in Ordnung“ ein. Das Abschneiden der AfD kommentiert Spiering mit nur zwei Worten: „Blankes Entsetzen.“ Die Entscheidung von Kanzlerkandidat Schulz, mit der SPD in die Opposition zu gehen indes, „macht mich total glücklich.“

„AfD nicht verteufeln“

Melles FDP-Vorsitzender Gerhard W. Barmeier kommentierte das Abschneiden seiner Partei: „Ein wunderbares Ergebnis.“ Die Liberalen in Melle lägen damit voll im Bundestrend und auch das sei sehr erfreulich. Barmeier hofft, dass die AfD im Bundestag „vernünftige Arbeit“ leiste. Die AfD zu verteufeln sei falsch, man müsse sich mit ihr auf demokratische- Art und Weise auseinandersetzen. Diese Chance gebe es jetzt.

 

Für die Meller Grünen nahm der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Alfred Reehuis Stellung: „Insgesamt haben wir unser Wahlziel erreicht, zumal auch das Ergebnis wie von uns allen gehofft zweistellig geworden ist.“ Damit seien die Grünen in Melle nach wie vor die dritte Kraft im politischen Geschehen geblieben. „Insofern sind wir mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden“, sagte Reehuis nach seiner Rückkehr als Wahlhelfer in Neuenkirchen.

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