BI fordert Erdkabel mit AGS-Verfahrenstechnik

Die Bürgerinitiative „Keine 380-kV-Leitung am Teuto“ fordert beim Neubau der Höchtspannungsleitung, dass die Pilot-Teststrecke im Osnabrücker Land zu einem „europäischen Vorzeigeprojekt“ wird.

 Das erklärte Frank Vornholt, BI-Vorsitzender aus Wellingholzhausen, nach einem Gespräch mit dem Leiter der Bundesnetzagentur in Stade, das er gemeinsam mit der Geschäftsleitung der Firma AGS und Vertretern der Stadtwerke geführt hat.

Hintergrund des Meinungsaustausches sind Überlegungen, für die Teststrecke im Osnabrücker Land die neue Erdkabelverlegetechnik in Schmaltrassen vorzusehen. Dabei werden die Erdkabel durch wassergefüllte Rohrsysteme gezogen, was einerseits schmale Trassen von unter zwei Meter Breite ermöglicht. Dieses Verfahren wird gegenwärtig auf einer Teststrecke in Stade erprobt. Nach Ansicht der heimischen Bürgerinitiativen soll es auch beim Ausbau der Stromtrasse von Wehrendorf bis Gütersloh angewandt werden, und zwar flächendecken.

Probleme ausgeräumt

„Hier besteht die einmalige Chance, ein europäisches Vorzeigeprojekt in das Osnabrücker Land zu holen“: Mit diesen Worten eröffnete Frank Vornholt seinen Vortrag vor Jochen Homann, dem Leiter der Bundesnetzagentur. Die notwendigen technischen Details ergänzten die Geschäftsführer der AGS-Verfahrenstechnik, Rolf Hamann und Werner Spiegel. Aus Sicht der BI’s und der Geschäftsführer bietet die Strecke von Wehrendorf nach Gütersloh optimale Rahmenbedingungen, um die von AGS entwickelte Verlegetechnik im Rahmen einer Teststrecke zu erproben. Die mit dem Bau einer Freileitung verbundenen Probleme für Landwirtschaft und Anwohner könnten ausgeräumt werden. Darüber hinaus würde durch den Probebetrieb die Voraussetzung geschaffen, um den vom Gesetzgeber geforderten Stand der Technik überhaupt zu erreichen.

 

Mehrere Patente

Die AGS-Technik wurde bereits mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem renommierten europäischen Energy Award, ausgezeichnet und verfügt über das deutsche und europäische Patent.

Nach der Rückkehr aus Sade wurden die Ergebnisse des Termins bei einer Sitzung aller Sprecher der BI‘s erörtert. Die CDU-Landtagsabgeordnete Gerda Hövel, die ebnfalls daran teilnahm, berichtete von einem Antrag ihrer Fraktion zur Unterstützung der AGS Technik.

 

Nach oben