Gerda Hövel gewinnt in Melle wieder Direktmandat

Gutes Ergebnis für Dettmann

Melle. Wie schon im Januar 2013 holt Gerda Hövel (CDU) auch in dieser Landtagswahl das Direktmandat im Wahlkreis 74. Mit 42,5 Prozent der Erststimmen liegt sie nur 4,2 Prozent vor der SPD-Kandidatin Jutta Dettmann, die 38,3 Prozent holt.

 Als um 18.02 Uhr die erste Prognose im ZDF über den Bildschirm flimmert, entfährt Jutta Dettmann ein erleichtertes „Ja“. Dass ihre Partei im Land vor der CDU liegt, sorgt bei der Genossin schon mal für gute Stimmung.

Ab 19 Uhr wird ihr Lächeln immer breiter. Denn da wird klar, dass sie ein enorm gutes Ergebnis eingefahren hat. „Das war ein ganz engagierter Wahlkampf, den Jutta geführt hat“, sagt Hans Dammeyer vom SPD-Ortsverein stolz. Er sitzt mit zahlreichen anderen Genossen und Freunden von Dettmann im Café Galerie und verfolgt gespannt den Ausgang der Wahl. „Der Zuspruch war da in der Wählerschaft, auch über die SPD-Wähler hinaus“, berichtet Genosse Uwe Hinze, der für Dettmann Wahlkampf gemacht hat.

Nimmt sie sportlich

Dass es am Ende doch nicht für das Direktmandat reicht, nimmt Jutta Dettmann sportlich. Die Niederlage fühlt sich nicht schlecht an: „Ich bin mit mir im Reinen. Ich habe getan, was ich konnte, und ein gutes Ergebnis erzielt“, sagt die 34-jährige Politikerin. Mit ihrem beachtlichen Ergebnis hat sie im Vergleich zur Landtagswahl 2013 knapp 3,3 Prozent mehr Erststimmen geholt. Ihre Konkurrentin Gerda Hövel hingegen musste im Vergleich zur letzten Wahl 4,8 Prozent der Erststimmen einbüßen.

Zieht die Liste?

Besonders freut die SPD-Kandidatin, dass sie in Melle so gut abgeschnitten hat. „In Melle-Mitte habe ich in fast jedem Wahllokal gewonnen, nur Sondermühlen konnte ich nicht holen“, sagt Dettmann. Ob es letztlich für den Einzug ins Landesparlament reicht, weiß sie nicht. „Schauen wir mal, wie weit die Liste zieht“, meint sie. Der Zugewinn an Erststimmen beflügelt erst einmal ihr Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.

Als um 19.50 Uhr alle Wahlbezirke ausgezählt sind und feststeht, dass Gerda Hövel für die CDU den Wahlkreis erneut direkt geholt hat, brandet in der Alten Stadthalle Jubel auf. Dort hat sich die CDU zu ihrer Wahlparty versammelt. Der Jubel geht in rhythmisches Klatschen über, als Gerda Hövel 20 Minuten später in Begleitung ihrer Familie eintrifft.

 

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