Gerda Hövel trotz Stimmenverlust zufrieden

Wahlanalyse der CDU

Bad Essen. Gerda Hövel, Landtagsabgeordnete der CDU aus dem Wahlkreis Melle, zu dem auch Bad Essen gehört, ist trotz deutlicher Stimmenverluste bei der zurückliegenden Landtagswahl mit ihrem persönlichen Ergebnis zufrieden.

„In der Tat habe ich 4,8 Prozent meiner Stimmen eingebüßt. Dennoch habe ich mein Direktmandat mit deutlichem Abstand gewonnen“, sagte Gerda Hövel am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit 42,5 Prozent der Erststimmen liegt sie zwar nur 4,2 Prozent vor der SPD-Kandidatin Jutta Dettmann, die 38,3 Prozent holte. Dies sei aber auf Verschiebungen im „bürgerlichen Lager“ zurückzuführen, wie die 59-Jährige erklärte. Insbesondere das gute Abschneiden der FDP in ihrem Wahlkreis, habe zu diesen Verlusten geführt, so Hövel. Außerdem habe sie es geschafft, als einzige CDU-Frau in Niedersachsen ein Direktmandat zu holen.

Größere Sorgen bereitet der gelernten pharmazeutisch-technischen Assistentin hingegen das landesweite Abschneiden der Christdemokraten. „Die Gesamtsituation der CDU ist nicht besonders erfreulich. Wir haben uns mehr ausgerechnet“, so Hövel. Die „politische Großwetterlage“ haben den Ausschlag für den Erfolg der niedersächsischen SPD gegeben. Auch hätte sie sich mehr Rückenwind durch das Ergebnis der zurückliegenden Bundestagswahl gewünscht.

Gutes Bad Essen-Ergebnis

Besonders gefreut habe sie sich über ihr Abschneiden in Bad Essen, dass sie als „gutes Ergebnis“ wertete. Das sei auch auf die „tolle und enge Zusammenarbeit sowie die gute Unterstützung der CDU vor Ort“ zurückzuführen.

Über mögliche Koalitionsverhandlungen wollte sich Hövel nicht äußern. Sie habe keine persönlichen Präferenzen hinsichtlich einer möglichen Regierungsbeteiligung der CDU. Es sei nun an der Zeit in Ruhe Gespräche zu führen und die „bestmögliche Entscheidung“ für Niedersachsen zu treffen. Zwar bedeute mitregieren, dass man einen aktiven Beitrag zur politischen Entwicklung des Landes leisten könne. Dennoch müsse man sich diese Entscheidung gut überlegen, so Hövel.

 

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