Hövel: Ein Fall wie Homann kann so nicht mehr auftreten

Änderung der GRW-Förderrichtlinie

Bad Essen. Fördergelder für einen Unternehmensumzug von einem Bundesland in das andere kassieren – was im Falle Homann fast das Aus für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Homann in Dissen und Bad Essen bedeutet hätte, wird in Zukunft schwieriger. Denn eine Förderung von Unternehmensumsiedlungen von einem Bundesland in ein anderes mit GRW-Fördermitteln der EU ist nun nur noch mit der Zustimmung aller beteiligten Bundesländer möglich. „Ich freue mich, dass wir das Problem bei der Wurzel gepackt haben“, sagt die CDU-Landtagsabgeordnete Gerda Hövel.

Vor rund einem Jahr war es die Christdemokratin Hövel, die sich dazu entschloss, eine mögliche Förderung der Verlagerung der Homannbetriebsstätten nach Leppersdorf mit 25 Millionen Euro öffentlich zu machen. Die anschließende Presseberichterstattung hatte den Druck auf alle Beteiligten erhöht und hat dazu beigetragen, dass von der Zahlung der Fördergelder Abstand genommen wurde. „Ich freue mich, dass die Ursache nun beseitigt ist“, so Hövel.

Darüber hinaus führte das Medienecho zu politischen Initiativen mit dem Ziel, eine solche Förderpraxis zu beenden. Im Ergebnis wurde letztendlich der GRW Koordinierungsrahmen so geändert, dass zukünftig derartige Verlagerungen nur noch mit Zustimmung aller beteiligten Bundesländer gefördert werden können. Doch auch wenn sich die Gesetzeslage nun geändert hat: Entscheidend sei für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass die Arbeitsplätze vor Ort bleiben, so Hövel. „Mir fiel ein Stein vom Herzen, als bekannt geworden ist, dass Homann in Dissen und Bad Essen bleibt. Es hat auch gezeigt: Kämpfen kann sich lohnen“, sagt die CDU-Politikerin mit Blick auf den Einsatz der Beschäftigten, allen voran des Betriebsrates, sowie Vertretern der Kommunal- und Landesebene. Hövel ist sich sicher, dass bei der Entscheidung vor allem die große Fachkompetenz der Beschäftigten ausschlaggebend gewesen ist. Dass in die bestehenden Standorte von Homann nun Millionensummen investiert werden sollen, stimmt die Landtagsabgeordnete positiv. „Gerade für den Standort Lintorf hat sich der Spieß umgedreht: Statt einer Werksschließung gibt es einen Stellenaufbau im dreistelligen Bereich – das ist nicht unerheblich“, freut sich Hövel.

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