Hövel: Tödlicher Unfall in Dissen vor fünf Jahren ist ein Anlass für Einführung von begleitetem Fahren ab 16

 Hannover/Dissen. Im Jahr 2013 starben auf der Osnabrücker Straße in Dissen vier junge Männer bei einem Autounfall. Fünf Jahre später ist das Unglück, welches überregional für Schlagzeilen sorgte, Thema in der heutigen Landtagsdebatte. Denn solche Schicksale seien ein Grund, warum das begleitete Fahren mit 16 eingeführt werden müsse, argumentiert die Landtagsabgeordnete Gerda Hövel (CDU) im Niedersächsischen Parlament.

Sie wolle die Abgeordneten mitnehmen in ihren Wahlkreis nach Dissen „an einen späten Abend im September 2013“, sagt die Christdemokratin gleich zu Beginn ihrer Rede. Dann schildert sie die fünf Jahre zurückliegenden Ereignisse, bei denen das Auto mit Insassen im Alter zwischen 16 bis 19 Jahren ins Schleudern und anschließend in den Gegenverkehr geriet. Es ist der Auftakt zur ersten Lesung eines Antrages, der sich für die Einführung des begleiteten Fahren ab 16 einsetzt. Ziel ist es, das Unfallrisiko von Fahranfängern weiter zu vermindern.

 

Hövel, die den Entschließungsantrag im Verkehrsausschuss für die CDU federführend betreuen wird, lobt dabei auch Initiativen vor Ort, die aus diesem Unfall hervorgegangen sind. Sowohl das Projekt „Abgefahren – wie krass ist das denn?“, bei dem Rettungskräfte und Angehörige von ihren Erfahrungen mit Unfällen von Fahranfängern berichten, als auch Kooperationen der Polizei Melle mit Fahrschulen der Region erwähnt die CDU-Abgeordnete in ihrer Rede. Dabei lobte sie das zivilgesellschaftliche Engagement zur Senkung der Unfallrate bei Fahranfängern – dieses solle durch den Antrag, den sie in das Plenum eingebracht hat, ergänzt werden.

 

„Begleitet von Personen mit ausreichend Fahrpraxis haben Jugendliche somit ein Jahr länger Zeit als bisher, um Fahrpraxis zu sammeln“, hob Hövel hervor. Schon beim Frührerschein mit 17 sei die Unfallhäufigkeit von Fahranfängern zwischen 18 und 24 Jahren bundesweit um 20 Prozent zurückgegangen. Die Christdemokratin möchte diese Erfolgsgeschichte fortschreiben. Denn schon der Führerschein mit 17 geht auf ein Modellprojekt in Niedersachsen zurück. „Als CDU möchten wir, dass Niedersachsen hier erneut eine Vorreiterrolle einnimmt.“ Der Antrag wird nun im Verkehrsausschuss beraten und kommt nach der Sommerpause erneut ins Plenum, wo er dann endgültig verabschiedet wird.

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