Hövel will Druck auf Netzbetreiber zum Einsatz neuster Erdverkabelungstechnik erhöhen

Seit Jahren unterstützt die Landtagsabgeordnete Gerda Hövel (CDU) in ihrem Wahlkreis die Bürgerinitiativen bei ihrem Engagement für Erdverkabelung der 380-kV-Hochspannungsleitung. Mit einem Antrag im Landtag will sie zusammen mit anderen Abgeordneten den Druck auf die Netzbetreiber erhöhen, neuste Verlegetechniken zur Erdverkabelung einzusetzen. Nun erhofft sie sich Schützenhilfe vom Koalitionspartner SPD.

„Dass auch die SPD die Erdverkabelung klar befürwortet, freut mich sehr“, sagt Hövel mit Verweis auf eine Äußerung ihres SPD-Landtagskollegen Frank Henning. Dieser hatte die Erdverkabelung der geplanten 380-kV-Hochspannungsleitung  in Lüstringen und Darum mit deutlichen Worten unterstützt. „Damit herrscht Einigkeit unter den Koalitionsparteien.“ 

Sie selbst habe sich in ihrer Fraktion in den letzten Monaten gemeinsam mit dem umweltpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Martin Bäumer, undweiterenCDU-Abgeordneten für einen Antrag stark gemacht, der innovative Verlegetechniken unterstützt. „Paradebeispiel ist dabei das vom niedersächsischen Unternehmen AGS entwickelte Verfahren“, erklärt Hövel. Die AGS-Technik ist wesentlich umwelt- und bodenschonender als herkömmliche Verfahren zur Erdverkabelung, da die Stromtrassenin einem mit Wasser gefülltem Leerrohr verlegt werden. Der Antrag ist aber technologieoffen und soll weitere Innovationen zur Erdverkabelung auch finanziell fördern.

Der Entwurf des Antrages sieht im Kern vor, die für die Planfeststellung zuständigen Landesbehörden zu verpflichten, auf den Einsatz neuster Technik bei der Erdverkabelung zu pochen. Damit will die CDU die Blockadehaltung von Netzbetreibern wie Amprion brechen. „Da müssen wir unsere Erwartungen erheblich deutlicher  formulieren!Es kann nicht sein, dass seit vielen Jahren ein innovatives Verfahren zur Erdverkabelung existiert, dieses aber in der Praxis nicht zum Einsatz kommt“, so Hövel. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass das AGS-Verfahren bald erstmals in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt wird. Dies sei in der Sache gut aber „kein Ruhmesblatt für Niedersachsen“, so die CDU-Abgeordnete.

Mit Blick auf die Äußerung von Henning hofft Hövel nun darauf, dass Bewegung in die Sache kommt. „Wir als CDU sind startklar und können mit dem Antrag sofort in das parlamentarische Verfahren einsteigen“, berichtet die Christdemokratin. Seit Monaten liege der Antrag bei der SPD – und wartet auf deren Zustimmung. „Leider haben wir bisher noch keine Positionierung unseres Koalitionspartners zu dem Antrag erhalten.“ Die Äußerung von Henning stimme sie jedoch positiv.

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